Modul 3 (Advanced 2) Theorie und Praxis - Einsatzleiter

Kursziel


Die Kursteilnehmer/innen werden in die Organisation komplexer Sicherheitsabläufe eingeführt. Der Einsatzleiter (EL) lernt Führungsaufgaben im Bereich Sicherheit zu übernehmen, die Ausführung selbstständig zu planen und verantwortungsvoll umzusetzen. Er lernt die Verantwortung für sein Team, in organisatorisch-taktischer und auch rechtlicher Hinsicht zu übernehmen und sein Team zu führen.

Der EL ist Bindeglied zwischen Vorgesetzten, Kunden und Behörden. Zu seinen Aufgaben gehören, neben der taktischen Führung, der ihm unterstellten Einsatzkräfte u. a. auch der Kundenkontakt vor Ort sowie das Rapportwesen.

Folgende Kompetenzen werden während des Kursverlaufes vermittelt:

  • Fachliche und branchenbezogene Grundlagen
  • Sozialkompetenz
  • Funktionsbezogenes Selbstmanagement

 

Kursinhalt

Rechtskunde

Einführung in die Themen: Amtsanmassung, Notwehr/Notwehrhilfe, Notstand/Notstandshelfer, Rechtsgüter/Rechtsgüterabwägung und Verhältnismässigkeit, Übertretung/Vergehen/Verbrechen, vorläufiges Festhalten

Fach- und Betriebskunde
Einführung in die Themen: Eigenschutz, Arbeitsgesundheit, Arbeitskleidung, Arbeitsmaterial, allgemeines Sicherheitswissen, Dienstreglement für Betrieb, Funk

Sozialkompetenz
Einführung in die Themen: Kommunikation, Psychologie, Körpersprache, Deeskalation, Arbeitsverhalten

Erste Hilfe
Einführung in die Themen: Eigenschutz, Erste Hilfe, Einsatz von automatischen Defibrillatoren, Erkennen und Behandeln der häufigsten medizinischen Problemen, Lebensverlängernde Massnahmen bei Stichverletzungen/Schusswunden

Brandschutz
Einführung in die Themen: Eigenschutz, Erkennen der Brandschutzklassen, Brandbekämpfung entsprechend der Brandschutzklasse

Reizstoffsprühgeräte (Pfefferspray)
Es wird darauf geachtet, dass das Training so weit wie möglich realitätsnah, in Verbindung mit stressresistenter Beherrschung der Einsatzmittel durchgeführt wird. Die präzise Anwendung von Reizstoffsprühgeräten (Pfefferspray) steht für die Kursteilnehmer im Vordergrund. Ebenfalls werden die rechtliche Grundlage im Zusammenhang mit dem Einsatz des Pfeffersprays sowie das Verhalten während und nach dem Einsatz wie z.B. Erste Hilfe leisten, erläutert.

Handschellen
Hier wird vermittelt, wann Handschellen zum Einsatz kommen dürfen in Bezug auf rechtliche Grundlagen. In der Ausbildung erlernen die Teilnehmenden das rechtmässige Anlegen von Handfesseln und Handschellen.

Selbstverteidigung für Security
Einführung in die Schwachstellen der menschlichen Anatomie, die ein Sicherheitspersonal nutzen kann, um die gefährdende Person ausser Gefecht zu setzen. Hierbei wird auf rechtlichen Grenzen geachtet

  • Realitätsnahe Übungen zur Gewaltprävention
  • Verhältnismässigkeit 
  • Verteidigung ohne Gebrauch von Hilfsmitteln wie Waffen
  • Verschiedene Atmungstechniken
  • Griff- und Wurftechnik
  • Schlagen und Treten, Stoss- und Stichtechniken
  • Täuschungsmanöver
  • Entwaffnen des Angreifers
  • Techniken die dazu dienen, Messer und Schlagstock abzuwehren
  • Gewahrsam und Verhaftungstechniken mit verschiedenen Transportgriffen
  • Anwendung verschiedener Fesselsysteme die zum eigenen oder zum Schutz Dritter dienen.

Diplome / Kompetenznachweis
Bei erfolgreichem Abschluss des Moduls erhält der/die Kursteilnehmer/in ein persönliches Ausbildungszertifikat der ZSA, das vom Kursleiter unterzeichnet ist.

Kursbeginn
auf Anfrage

Ausbildungsdauer
40 Unterrichtseinheiten von jeweils 55 Minuten

Kurstag
Montag- und Donnerstagabend
19.00 - 22.30 Uhr

Samstag und Sonntag ganztägig
08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr

Kurspreis
CHF 1500.-

Anzahl Teilnehmer
2 bis max. 10 Personen  

Kursanmeldung